Unser letztes dreitägiges Treffen
Bei sonnig-frischem Frühlingswetter haben wir uns in diesem Jahr noch einmal freitags in Laubach getroffen. Im Café Göbel reichte diesmal zwar ein größerer Tisch für die früher Angereisten. An der von Hans-Günter geleiteten Probe im Gemeindesaal der Stadtkirche nahmen dann aber schon 9 Ehemalige und 8 Frauenstimmen teil. Hans-Günter hatte hierfür 5 Stücke vorbereitet: „Die helle Sonn leucht‘ jetzt herfür“ von Melchior Vulpius, „Singet dem Herrn ein neues Lied“ von Heinrich Schütz, „Wirf dein Anliegen auf den Herrn“ von Felix Mendelssohn Bartholdy, und „Allein Gott in der Höh‘ sei Ehr“ sowie „Verleih uns Frieden gnädiglich“ von Hans Leo Haßler. Das Proben erfolgte diesmal zügig und zur Zufriedenheit des Leiters.
Abends trafen wir uns wie gewohnt in der (Steakhaus zur) “Eule“ zu 22 Personen bei guten Gesprächen und Erinnerungen, hielten es dort aber aufgrund des weiter gereiften Alters schließlich nicht mehr so lange aus wie in früheren Zeiten. - Fotos vom Treffen
In der Mitgliederversammlung am Samstag erschienen 17 Ehemalige. In ihr wurde im Wesentlichen die Gestaltung künftiger Treffen erörtert. Der aktuelle Vorstand fühlt sich insbesondere mit der Vorbereitung und Organisation der sonnabendlichen Vesper aufgrund zunehmenden Alters und gesundheitlichen Einschränkungen nicht mehr zu einer Fortführung des bisherigen Konzeptes in der Lage. Jüngerer Nachwuchs fehlt. Ab dem nächsten Jahr werden wir uns daher nur noch samstags und sonntags wiedersehen.
Wie üblich stärkten wir uns mittags wieder in der Eule bei einer „Erbsen-“ (Kartoffel-) Suppe. Anschließend fand sich noch eine kleine Gruppe auf dem Friedhof zum Gedenken an Adolf Wieber, den alten Grafen, Johnny und Rodenhausen ein.
Die – letzte – von unserem Vorstand organisierte abendliche Vesper in der Stadtkirche wurde gestaltet von der Kantorei der Johanneskirche Gießen unter der Leitung von Christoph Koerber, Mitgliedern des Gießener Kammerorchesters und der Sopranistin Seda Nahapetyan: Zusammen eine stattliche Zahl von ca. 90 Mitwirkenden, die sich sowohl im Hinblick auf den fehlenden Platz im Altarraum als auch das Zusammenspiel mit der Orgel vor dieser und auf beiden Seiten der Empore verteilten. Aufgeführt wurde mit der Misa a Buenos Aires (Tangomesse) von Martin Palmeri aus dem Jahr 1996 ein überzeugend eindrucksvolles Werk (s. gesonderte Kritik).
Am Abend trafen wir uns mit 35 Personen wohl letztmals im Café Göbel und wurden wieder durch ein schmackhaftes Buffet des vom Vorstand beauftragten Caterers und Getränken aus dem Café gut versorgt. Nach dem Austausch von Neuigkeiten und Erinnerungen aus der gemeinsamen Zeit stimmten wir auf Anregung und mit Noten von Schlöni noch gemeinsam einstimmig den Song „Should old acquaintance be forgot“ (Auld Long Syne) an. Auch dieser Abend endete dann eher als in früheren Zeiten.
Am Sonntagmorgen trafen sich die Sänger zu einer kurzen Probe im Gemeindesaal der Stadtkirche und vor der Orgel. Im Gottesdienst selbst hatten wir wegen der geringen Zahl anderer Besucher eine deutliche Mehrheit. Wie in den letzten Jahren gestalteten Volker Bilz mit Oboe und Anja Martine an der Orgel das Vor- und Nachspiel zum Gottesdienst und erhielten hierfür verdienten Applaus. Unser kleiner Chor absolvierte sein Programm (s.o.) ganz zufriedenstellend.
Anschließend sammelten wir uns pflichtgemäß zum Abschiedsfoto auf der Treppe vor der „Friedrichsburg“, bevor wir uns auf den Heimweg begaben oder nochmals – immerhin 16 Personen – zum Mittagstisch in der „Eule“ trafen.
